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18.08.2007 Ungleiche Entwicklung bei Photovoltaik und Solarthermie

Dieses ungleiche Bild für die Photovoltaik- und Solarthermiebranche zeigt der EuPD Research Geschäftsklimaindex für das 2. Quartal 2007. Während die befragten Unternehmen der Solarthermie ihre Geschäftslage deutlich negativer einschätzen als noch im vorangegangen Quartal, zeigt sich die Photovoltaik-Branche derzeit zufrieden. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen beurteilten ihre Geschäftslage mit „sehr gut“ oder „eher gut“. Nur die gesunkene Geschäftserwartung für das kommende Halbjahr sorgt für den leicht fallenden Geschäftsklimaindex. Es erwarten nur noch 40 Prozent der Unternehmen eine „eher günstigere“ oder „deutlich günstigere“ Geschäftsentwicklung in den nächsten beiden Quartalen 2007. Im ersten Viertel dieses Jahres waren es immerhin noch 64 Prozent. Im Bereich der Solarthermie ist der Geschäftsklimaindex im Vergleich zum vorigen Quartal deutlich abgefallen. Die angegebene Geschäftslage liegt massiv unter den Vorjahreswerten und fällt erstmals seit Anfang 2005 unter den Ausgangswert von 100 Punkten. Einzig die Geschäftserwartung für die nächsten sechs Monate ist geringfügig zurückgegangen. Diese Einbrüche seien durch die langwierige Diskussion über ein neues, regeneratives Wärmegesetz zu begründen. Viele Endkunden scheinen derzeit von Investitionen in die Solarthermie Abstand zu nehmen, weil sie sich durch eine Novellierung des Gesetzes bessere Konditionen erhoffen. Deshalb rechnen immerhin 43 Prozent der Solarthermie-Unternehmen mit einer Erholung im zweiten Halbjahr 2007

 19.07.2007 - Wettbewerb energieeffiziente Pumpentechnologie gestartet

Noch bis Dezember können sich Unternehmen um den "Energy+ Award" der EU bewerben. Im Rahmen des EU-Projekts "Energy+ Pumps" wurde ein europaweiter Wettbewerb für energieeffiziente Pumpentechnologie ausgeschrieben. Unternehmen, die energieeffiziente Umwälzpumpen oder Brennwertkessel mit integrierten Pumpen dieser Art herstellen, sind eingeladen, sich mit ihren innovativen Produkten an dem Wettbewerb um den Energy+ Award zu beteiligen. Energieeffiziente Umwälzpumpen werden in drei unterschiedlichen Größenklassen, Brennwertkessel in zwei Leistungsklassen ausgezeichnet. Unternehmen und andere Organisationen, die zur Verbreitung von entsprechenden Produkten erfolgreiche Marketing- oder Öffentlichkeitskampagnen initiiert haben, können sich ebenfalls bewerben.
Das Projekt "Energy+ Pumps" ist Bestandteil des Intelligent Energy-Europe Programms der Europäischen Kommission und wird europaweit von zehn Partnern aus neun Ländern umgesetzt. Projektpartner in Deutschland sind die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH.
Der Bewerbungszeitraum endet am 15. Dezember 2007

18.07.2007 - Boom bei Ökostromanbietern erwaret 

Nach der Deutlichkeit des Atomdesasters in Krümmel und Brunsbüttel ruft das Aktionsbündnis Atomausstieg-selber-machen zum Wechsel zu Ökostrom-Anbietern auf. Vermutlich werde dieser Vorfall das Wechselfieber in Deutschland steigen lassen und der Stromanbieterwechsel dadurch hoffentlich Alltag. Der Zulauf bei den Ökostrom-Anbietern erreichte derzeit Rekordwerte, gab die Initiative Atomausstieg-selber-machen, ein Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-AKW-Initiativen bekannt. Die Abkehr von den Monopolkonzernen RWE, Eon, Vattenfall und EnBW dürfe nicht bei den privaten Haushalten stehen bleiben. Auch Behörden, Gewerbetreibende und Unternehmen sollten sich dem anschließen. Denn Vattenfall sei der Anfang und Vattenfall sei überall, gibt die Stromwechsel-Initiative zu bedenken.

 17.07.2007 - Vattenfall feuert seinen Geschäftsführer

Bruno Thomauske, deutscher Geschäftsführer von Vattenfall, wurde von seiner Funktion entbunden. Nach einer Pannenserie in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel hat der Vattenfall-Europe-Konzern personelle Konsequenzen gezogen und „den Geschäftsführer der Atom-Sparte, Bruno Thomauske, von seinen Aufgaben entbunden“, teilte das Unternehmen mit. Seine Aufgabe soll bis auf Weiteres der Kraftwerksvorstand der Vattenfall Europe, Reinhardt Hassam, übernehmen. Zudem werde auch Johannes Altmeppen als Leiter der Konzernkommunikation das Unternehmen verlassen. Die Entscheidungen seien in enger Abstimmung mit dem schwedischen Mutterkonzern getroffen worden, hieß es aus der Konzernführung. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte die Absetzung Thomauskes. Dieser sei Vertreter einer „Bunkermentaliät" gewesen und habe „kein Interesse an Aufklärung" gehabt, sagte Gabriel. Die Grünen im Bundestag werteten die Ablösung Thomauskes dagegen als „Bauernopfer". Ihr energiepolitischer Sprecher Hans-Josef Fell sagte, damit solle der „notwendige Lizenzentzug" für Krümmel und Brunsbüttel verhindert werden.

16.07.2007 Industriestrom trotz Regulierung teurer

Aktuelle VEA-Studie belegt Strompreissteigerungen von mehr als 8 Prozent. Der Strom für die mittelständische Wirtschaft ist auch in den letzten zwölf Monaten teurer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA). Im Durchschnitt sind die Stromkosten seit Juli 2006 um 2,5 Prozent gestiegen. Die stärkste Erhöhung ist mit einem Plus von 8,4 Prozent im Netzgebiet der Wemag in Schwerin zu verzeichnen. Während die Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,3 Ct/kWh oder fast 11 Prozent gesunken sind, haben sich die Großhandelspreise im gleichen Zeitraum um 0,4 Ct/kWh oder 6 Prozent erhöht. Noch deutlicher fällt der prozentuale Aufschlag der EEG-Umlage aus, die in den letzten zwölf Monaten um mehr als 40 Prozent geklettert ist.

 13.07.2007 - Wo sind die Allgäuer Klimapioniere?

Die Veranstalter der Allgäuer Festwoche suchen, zusammen mit dem Energie- und  Umweltzentrum Allgäu (eza!) Allgäuer Klimapioniere. Unter dem Gesichtspunkt Energie-Impulse soll die Veranstaltung zeigen, welche Vordenker es dazu gibt im Allgäu. Denn wer vor 15 oder 20 Jahren das Thema Klimaschutz angesprochen hat, wurde damals eigentlich nur belächelt. Jetzt haben die Allgäuer Tüftler die Gelegenheit, ihre damals innovativen Ideen vorzustellen. Das kann die selbst zusammengelötete Solaranlage ebenso sein wie das erste Passivhaus im Dorf, oder der erste Holzpelletkessel. Die Vorgabe ist lediglich, dass es eine Pionierarbeit war oder ist. Die interessantesten Projekte werden von einer Jury ausgewählt. Man kann seine eigenen Ideen einreichen, oder aber andere Personen als Klimapioniere vorschlagen (die allerdings mit einer Veröffentlichung einverstanden sein sollten). Vorschläge werden noch bis 24. Juli angenommen. Formulare dafür gibt es bei eza! unter (01 80) 5 33 35 22 oder im Internet.

12.07.2007 - Energiepreise: EU klärt Verbraucher auf


Wegen der überhöhten Strom- und Gaspreise wird nun auch die Europäische Union aktiv. Die Brüsseler Kommission startete kürzlich eine Kampagne zum Schutz der Verbraucher im Energiebereich. Danach sollen die Rechte der Kunden gestärkt und sie besser informiert werden. Sei es in Konflikten mit Versorgern oder über Möglichkeiten des Anbieterwechsels. Zwar ist es fast allen Europäern nun grundsätzlich möglich, ihren Strom- oder Gasanbieter zu wechseln. Nach Einschätzung der Kommission werden aber viele Verbraucher unzureichend informiert oder von den früheren Monopolisten sogar irregeführt. Auch in Deutschland, wo die Wahlfreiheit schon seit Jahren besteht, haben weniger Kunden als erwartet den Anbieter gewechselt. Dem soll die geplante Charta für Energieverbraucher abhelfen. Sie beschreibt die Rechte bei Vertragsabschluss, Preiserhöhungen, unfairem Wettbewerb sowie im Streitfall.

 09.07.2007 -Solarthermie-Markt in Europa legt weiter zu

Frankreich ist Spitzenreiter beim Wachstum im Solarthermie-Bereich, Osteuropa holt auf, Aspekte der Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung. Die Branche sucht den zukunftsweisenden Informationsaustausch und hat, neben den Wachstumsmärkten, verstärkt die Qualitätssicherung in den Blick. In Brüssel ist kürzlich die neue EU-Richtlinie für solares Heizen und solare Kühlung auf den Weg gebracht worden. Neue Zertifizierungsprogramme sollen hohe Standards der Branche sichern. Entsprechend optimistisch blickt nun der gesamte Zweig in die Zukunft. Bereits heute werden in Europa in einigen Regionen rasante Wachstumszahlen verzeichnet. Im vergangenen Jahr konnte der französische Markt einen Zuwachs von mehr als 80 Prozent im Solarthermie-Bereich verzeichnen und gehört damit zu den Spitzenreitern beim Marktwachstum. Ähnlich dynamisch wächst auch der spanische Markt. Rund 60 Prozent Zuwachs konnten die Südeuropäer innerhalb des letzten Jahr notieren. Zentraler Diskussionspunkt war kürzlich auf der Europäischen Solarthermiekonferenz estec beispielsweise auch die unterschiedlichen europäischen Zertifizierungsprogramme und Qualifizierungsmaßnahmen. So gründet die Branche ihre Hoffnungen etwa auf die europaweite Akzeptanz von Gütesiegeln wie dem Solar Keymark, das der Däne Jan Erik Nielsen dort vorstellte. Zusätzlich setzt etwa der französische Markt – allen voran Richard Loyen vom französischen Verband für Solarwirtschaft Enerplan – auf zusätzliche Qualitätssicherung mit Schulungsprogrammen für Installateure. Ein gutes Beispiel für die erfolgreichen Schulungsprogramme ist die französischen Initiative „Qualisol“, die Handwerker und Installateure im sachgerechten Umgang mit Thermieanlagen schult. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative im Januar 2006 von der Energie und Umweltagentur Ademe.